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Willkommen auf der Startseite der SAALACH-ALLIANZ!

Wir freuen uns, Sie auf der Informationsseite www.saalach-allianz.info begrüßen zu dürfen.
Das Hochwasserereignis 2013 hat die Schwachstellen an der Saalach deutlich aufgezeigt.
Sowohl in Österreich, wie in Deutschland, haben die Fluten große Schäden verursacht.
Im Februar 2014 haben sich daher Naturschützer, Fischer und Kanuverbände aus Österreich und Bayern
zur Saalach-Allianz zusammengeschlossen.
Auf unsere Website wollen wir Sie ausführlich und zeitgerecht über Themen zur Saalach informieren.
Ältere Berichte finden Sie im ARCHIV.

Ausleitungskraftwerk Unken-Schneizlreuth

In einem ersten Verfahrensschritt, gemäß des Salzburger Elektrizitätsgesetzes, hatte die Bevölkerung des Landes Salzburg die Möglichkeit zu diesem Vorhaben Stellung zu nehmen. Diese Möglichkeit nutzten viele Bürger und Umweltorganisationen um ihre Meinung zu diesem umstrittenen Eingriff in den Lebensraum zu dokumentieren.

Stellungnahmen zum Herunterladen: Erich Prechtl, 05.02.2019

Rettet die Saalach!






Der Wildflusscharakter der Saalach ist für das Salzburger Saalachtal prägend und stellt ein Bindeglied zwischen unverbauter Natur und verträglichem Tourismus dar. Geht es nach den Wünschen privater Investoren, dann soll die Saalach durch den Bau eines grenzüberschreitenden Ausleitungskraftwerks in Unken erneut gebändigt und ein Großteil ihres Wassers in eine über sechs Kilometer lange Betonröhre bis nach Schneizlreuth gezwungen werden. Das Rinnsal von 6,8 Kubikmetern Restwasser, welches weitgehend das ganze Jahr über auf der Ausleitungsstrecke übrig bleiben soll, ist für Wassersportler und lokale Rafting-Unternehmen nicht mehr nutzbar. Wenn grundsätzlich das Wasser fehlt, dann ändert daran auch der 'Erlebnischarakter' der vorgesehenen Wassersportrampe nichts.
Darüber hinaus wird der Aspekt der Natürlichkeit durch das geplante Bollwerk auch für Wanderer, Radfahrer und Erholungssuchende entlang der Saalach zerstört. Auch die ökologisch wichtige Flussdynamik durch Erosion und Sedimentation von Geschiebe im Flussbett, wird durch das Wehr unterbrochen. Die darauf spezialisierte Tier- und Pflanzenwelt geht verloren, was sich auch negativ auf noch unverbaute Flussabschnitte auswirkt. Zudem stellen Fischtreppen keine Lösung dar, da hier nur die stärksten der Starken flussauf schwimmen können - sofern sie die Aufstiegshilfe überhaupt finden. Fische orientieren sich an der Hauptströmung, was besonders beim Abwandern flussab dramatische Folgen hat. Die Ausleitung in den Kraftwerksstollen wird als der Hauptstrom gehalten, an dessen Ende zwei Turbinen stehen. Andere im Fluss lebende Kleinstlebewesen verenden im Schlick der strömungsberuhigten Stauzone, welcher zudem durch aerobe Prozesse zur Emission von kilmarelevantem Methan und CO2 führen. Dies alles und einiges mehr spricht besonders gegen die europaweit geltende Wasserrahmenrichtlinie, welche ein Verschlechterungsverbot für unsere Flüsse vorschreibt.
Nachdem im Bundesland Salzburg für den Bau des Wasserkraftwerks mit einem 2,8 Meter hohen Schlauchwehr zur Ableitung von bis zu 44 Kubikmetern Wasser, einem 6,3 Kilometer langen Stollen mit 5 Meter Durchmesser, einer Restwassermenge von 6,8 Kubikmeter und einer 7 Kilometer langen Ausleitungsstrecke keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig ist, heißt es wieder in Boote, Rafts und auf SUPs zu steigen, um gegen den Bau des Wasserkraftwerks Unken-Schneizlreuth zu protestieren. Auf deutscher Seite wurde für das Kraftwerksprojekt eine UVP durchgeführt, das behördliche Verfahren dazu ist in naher Zukunft zu erwarten. Daher ist es jetzt umso wichtiger auf die Missstände eines Kraftwerkbaus in einem bisher unverbauten und naturnah bzw. natürlich fließenden Flußabschnitt durch eine gemeinsame Protestfahrt hinzuweisen! Aus ökologischer und sportlicher Sicht ist es dem Alpinen Kajak Club und seinen Freunden ein großes Anliegen die letzten Wildflussjuwele zu erhalten. Daher bittet der AKC diese Protestfahrt durch rege Teilnahme und Engagement zu unterstützen!

Mit besten Paddlergrüßen vom AKC!


(Fotos: Tobias Aigner und Andy Klotz)